Kriminalbeamte haben am Freitag (26.02.2010) gegen 13.20 Uhr einen
29 Jahre alten Mann ermittelt, der verdächtigt wird, mit gefährlichen Chemikalien
experimentiert zu haben.
Bereits am Donnerstag (25.02.2010) war in einem Hof an der Gomaringer Straße
explosives Granulat entdeckt worden. Ein Passant hatte sich verletzt, als er
versehentlich auf einige Körner trat und diese explodierten (siehe unten:
Pressemitteilung vom 25.02.2010).
Umfangreiche Ermittlungen führten die Beamten des Dezernats für Brand- und
Sprengstoffdelikte am Freitag auf die Spur des 29-Jährigen. Dieser hatte in einem
Kellerraum eines Wohnhauses an der Gomaringer Straße offenbar einen Hobbyraum
eingerichtet, in dem er mit gefährlichen Chemikalien hantierte. Derzeit gibt es
keinerlei Hinweise auf politische bzw. terroristische Hintergründe.
Sprengstoffspezialisten des Landeskriminalamtes, Mitarbeiter der Feuerwehr und der
Kriminalpolizei transportierten die hochexplosiven Chemikalien mit einem
Gesamtgewicht von mehreren Hundert Gramm zu einem nahegelegenen Feld ab.
Während des Abtransports sind das Haus und zwei Nebengebäude evakuiert
worden. Davon waren etwa zehn Anwohner betroffen. Die Gomaringer Straße war in
dieser Zeit für den Verkehr gesperrt.
Auf einem Feld nahe der Sigmaringer Straße wurden die Selbstlaborate in mehreren
Sitzungen in der Zeit zwischen 13.40 Uhr und 14.10 Uhr kontrolliert gesprengt.
Der 29-jährige Deutsche, der polizeilich noch nicht in Erscheinung getreten ist, wird
zur Stunde vernommen.